Das Industrial Internet of Things

 


 
 

ICECAT- Industrial Control by Edge Computing for Automation Technology

Das Industrial Internet of Things (IIoT) verspricht disruptive Lösungen für die heutige Produktionstechnik. Der Einsatz von Cloud-Technologien eröffnet neue Möglichkeiten, wie z. B. die Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), durch resiliente und selbstoptimierende Produktionsanlagen. Diese neuen Potenziale können jedoch aufgrund fehlender durchgängiger Kommunikations- und Steuerungskonzepte, existierender Verzögerungen bei der Datenübertragung sowie zu großen Datenmengen noch nicht voll ausgeschöpft werden.
Edge Computing stellt eine Schlüsseltechnologie für neue Steuerungskonzepte dar, um die leistungsstarke Cloud mit verteilten lokalen „Edge-Devices“ zu kombinieren. Während Cloud-Dienste u. a. übergeordnete Analyse- und Optimierungsaufgaben übernehmen, kann auf lokale Ereignisse in Echtzeit reagiert werden. Cloud und Edge-Device stehen dazu in kontinuierlichem Datenaustausch. Ein besonderes Potenzial besteht in der Auslagerung der Ausführungslogik von etablierten Industriesteuerungen auf die Edge. Werden in der Cloud Korrelationen identifiziert oder Optimierungen berechnet, können diese direkt in Form von neuen Programmen auf der Edge zur Ausführung gebracht werden. Auf Basis dieser technologischen Befähiger wurde der Demonstrator “ICECAT – Industrial Control by Edge Computing for Automation Technology“ zur Forschung am "Internet of Production" im Rahmen des Exzellenzclusters entwickelt

 

 
 

Condition Monitoring in der Cloud

Die Cloud soll als zentrale Plattform neben optimierter Modellbildung auch das Zugreifen auf erweiterte Komponenten-, Maschinen- und Prozessmodelle ermöglichen. Hierzu wurden an einer Schlauchbeutelmaschine die Konzeption und Realisierung einer Referenzarchitektur vorgenommen. Dabei wird sowohl die lokale Anbindung von Maschinen mit dynamischen Informationsmodellen (OPC UA), Kommunikationsaspekte als auch insbesondere die Cloud selbst betrachtet. Als Ergebnis können z. B. produktionstechnische Apps für eine Zustandsschätzung oder die Berechnung optimaler Prozessparameter abonniert werden.

 

 
 

Exzellenzcluster

Das Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ steht für hochqualitative und integrative Forschung im Bereich der Produktionstechnik und Werkstofftechnik an der RWTH Aachen University.
Ziel ist es, die Produktion in Hochlohnländern auf ihrem hohen Niveau in Hinblick auf ihre Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit zu stärken und auszubauen. Hierzu werden neue Produktionsstrategien, vor allem im Hinblick auf die Dimensionen und Herausforderungen, die im Rahmen der Globalisierung auf die Produktionstechnik einwirken, entwickelt.
Im Fokus stehen nachhaltige Ansätze für die Einführung von neuen Technologien, besonders im Bereich Individualisierung, Virtualisierung, Hybridisierung und Selbstoptimierung.
Im Verbund der mehr als 25 Institute und Forschungseinrichtungen der RWTH Aachen University ist der zentrale Aspekt der interdisziplinären wissenschaftlichen Forschung hoch geschätzt und gefördert.
Das Exzellenzcluster bildet eine Brücke nicht nur zwischen den unterschiedlichen Forschungsfeldern in denen Ideen, Methoden und Systeme symbiotisch zusammengeführt werden, sondern steht zudem in enger Kooperation zum produzierenden Gewerbe. Diese Formen der Vernetzung inneruniversitär und zeitgleich angewandt in der Produktionspraxis nach außen, bildet das gelebte Idealbild des gesamten Clusters.

 

 
 

Kontakt

Ansprechpartnerin:
Melanie Buchsbaum, M.Sc. RWTH
Tel.: +49 241 80-28236
E-Mail: M.Buchsbaum@wzl.rwth-aachen.de